Nachhaltigkeit in der Küche: Fünf Tipps für Umweltschutz beim Kochen

Der Gedanke an Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist mittlerweile stark in der Gesellschaft verankert. Wir möchten Ressourcen schonen, sinnvoll wirtschaften und den kommenden Generationen eine angenehme Zukunft ermöglichen. Das fängt lange vor dem Autofahren und Fliegen schon zuhause an. Mit diesen fünf Tipps für Nachhaltigkeit in der Küche (Green Kitchen) können Sie einen einfachen, aber wichtigen Beitrag leisten.

Tipp 1: Saisonal und regional einkaufen

Die Nachhaltigkeit in der Küche beginnt schon im Supermarkt. Hier können Sie zu losem Obst und Gemüse kaufen anstatt zur eingeschweißten Gurke oder abgepackten Äpfeln. Lassen Sie sich keine Plastiktüte geben, sondern bringen Sie eine eigene, wiederverwendbare Tasche oder einen Korb mit. Für das Gemüse gibt es mittlerweile auch spezielle Mehrwegnetze.

Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, sollten Sie lieber beim lokalen Bauern oder auf dem Wochenmarkt einkaufen als im Discounter. So unterstützen Sie nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern schützen auch die Umwelt. Denn im Supermarkt haben selbst Äpfel und Erdbeeren oft lange Wege hinter sich, durch die Nährstoffe verloren gehen und die große Mengen an CO2 verbreiten.

Übrigens: Keiner verlangt, dass Sie auf Ihre exotischen Lieblingsprodukte ganz verzichten. Es hilft schon, die Honigmelone einmal als das Genussmittel zu betrachten, das sie ist, und etwas weniger davon zu kaufen. Ganz von der Einkaufsliste verbannen müssen Sie sie nicht.

Tipp 2: Die Küche hochwertig einrichten

Hochwertiges Material hält länger und verhindert so die Umweltbelastung durch Abfall. Kaufen Sie Töpfe deshalb in hoher Qualität und wählen Sie für das Schneidebrett Holz statt Kunststoff. Geräte, die Sie nur selten benötigen, wie zum Beispiel eine Eismaschine oder ein Fondue, können Sie sich ausleihen anstatt unnötig Geld auszugeben.

Beim Kochen verringert energieeffizientes Arbeiten Ihren ökologischen Fußabdruck. Decken Sie beispielsweise Töpfe und Pfannen ab und verwenden Sie für die Soße die Restwärme des Kochfelds, auf dem Sie gerade die Kartoffeln gekocht haben. So sparen Sie wertvolle Energie ein. Das fassen man unter dem Namen Green Kitchen zusammen.

Tipp 3: Lebensmittel richtig lagern

Auch die richtige Lagerung von Lebensmitteln kann für mehr Nachhaltigkeit in der Küche sorgen. Trockennahrung wie Reis, Nudeln und Mehl sollten Sie an dunklen, kühlen und trockenen Orten lagern, zum Beispiel in einem Schrank. Fleisch, Fisch und Milchprodukte hingegen finden Platz im Kühlschrank.

Kaufen Sie Konserven wie Mais und Bohnen lieber im Glas als in der Dose oder gar in einer Plastiktüte. Das ist besser für die Umwelt und lässt sich sogar recyclen: Sie können die Gläser einfach reinigen und für andere Lebensmittel wie Reis oder selbst gekochte Marmelade benutzen.

Tipp 4: Die Küche mit biologischen Mitteln reinigen

Auch beim Putzen lässt sich nachhaltig arbeiten. Verwenden Sie dazu biologische Reinigungsmittel wie Backpulver, Essig oder Zitronensäure. Bei gekauften Putzmitteln sollten Sie die Dosierempfehlungen des Herstellers achten, um die Abwasserbelastung gering zu halten.

Statt Küchenpapier können Sie einen waschbaren, wiederverwendbaren Lappen benutzen. Hierfür sind alte Textilien geeignet, sodass sie den ein oder anderen Stofffetzen einfach wiederverwerten können.

Tipp 5: Müll und Lebensmittelverschwendung vermeiden

Versuchen Sie, für mehr Nachhaltigkeit in der Küche Müll zu vermeiden. Ersetzen Sie beispielsweise die Frischhaltefolie, in die Sie das Brot für die Arbeit packen würden, durch eine Brotdose. Die lässt sich waschen und wiederverwenden. Außerdem sparen Sie Geld, das Sie für Alu- oder Frischhaltefolie ausgeben würden.

Auch beim Biomüll lässt sich nachhaltiger leben: Viele Menschen packen ihre Bioabfälle in Plastiktüten. Diese in den Container zu werfen, ist fatal, denn sie können nicht verrotten und müssen in der Kompostierungsanlage herausgezogen werden. Machen Sie es der Welt einfacher und benutzen Sie Papiertüten.

Auch Lebensmittelabfälle können Sie einsparen. Durch einen strukturierten Einkaufszettel können Sie verhindern, dass Sie zu viel einkaufen. Denn meistens entsteht Lebensmittelverschwendung durch spontane Einkäufe. Gibt es doch einmal Reste, verwerten Sie sie, anstatt sie wegzuwerfen. Das Internet bietet zahlreiche Rezeptideen für Reste-Essen.

Übrigens: Nicht alles, was über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, müssen Sie wegwerfen. Beurteilen Sie stattdessen anhand von Aussehen und Geruch, ob Sie ein Produkt wie zum Beispiel Wurst oder Joghurt noch verwenden. Oftmals sind die Artikel noch längst nicht schlecht, nur weil sie abgelaufen sind.

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