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Artikel: Mission: Das perfekte Brett. Oder: Wie wir 3 Monate lang Tomaten massakrierten und unser Labor in den Wahnsinn trieben.

Mission: Das perfekte Brett. Oder: Wie wir 3 Monate lang Tomaten massakrierten und unser Labor in den Wahnsinn trieben.
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Mission: Das perfekte Brett. Oder: Wie wir 3 Monate lang Tomaten massakrierten und unser Labor in den Wahnsinn trieben.

Kennt ihr das? Man will eigentlich nur "schnell mal" ein Problem lösen –  in unserem Fall: Plastik aus der Küche verbannen. Und drei Monate später steht man in einer Küche voller Sägespäne, hat gefühlt 50 Kilo Tomaten zerschnitten und diskutiert nachts um 3 Uhr mit Holztechnikern über die Farbnuancen von Walnussbäumen.

Willkommen in meinem Leben. Willkommen in der Entstehungsgeschichte des GreenKitchen „Daizen“.

Akt 1: Der Feind heißt Plastik (und Lack)

Es fing harmlos an. Alexander (das bin ich) stand in seiner Küche und schaute sein altes Plastikbrett an. Riefen, Verfärbungen, Mikroplastik im Essen. „Das muss weg“, dachte ich. „Holz muss her.“ Ich rief Markus an.

Aber Holz ist nicht gleich Holz.

Wir dachten uns: „Hey, machen wir es edel! Lackieren wir das Holz, damit es glänzt wie ein Klavier!“
Großer Fehler. Riesiger Fehler.
Ich nahm das erste Prototypen-Brett (lackierte Eiche), legte eine Tomate darauf, zog mein schärfstes Messer und...RITSCH.
Der Lack war ab. Buchstäblich. Sofort war ein hässlicher, weißer Kratzer im Lack. Bakterien-Party inklusive.
Lektion 1: Lack auf einem Schneidebrett ist wie Stöckelschuhe beim Wandern. Sieht kurz gut aus, funktioniert aber nicht. Wir brauchen Öl. Viel Öl.

Akt 2: Die Sache mit dem „Stirnholz“ (Oder: Warum Holz wie ein Pinsel ist)

Dann kam die Frage aller Fragen: Langholz oder Stirnholz?
Klingt wie Fachchinesisch für Biber, ist aber entscheidend.

Stellt euch ein Bündel Strohhalme vor (oder einen Pinsel).

  • Langholz: Das sind die normalen Bretter. Man legt die Strohhalme quer hin. Wenn man schneidet, schneidet man die Halme kaputt. Das Brett bekommt Riefen, Holzfasern lösen sich.

  • Stirnholz (End Grain): Man stellt die Strohhalme senkrecht auf. Wenn man schneidet, gleitet das Messer zwischen die Halme. Zieht man das Messer raus, schließen sich die Halme wieder.

Das nennt man „Selbstheilungseffekt“. Kein Witz.
Dazu kommt: Ihr schneidet eure teuren Messer nicht stumpf, weil ihr nicht auf hartes Holz hämmert, sondern in die Faser gleitet.

Als ich das erste Mal auf unserem Stirnholz-Prototypen geschnitten habe, war es... still. Sanft. Ein fast schon erotisches Schneiderlebnis. (Okay, vielleicht war ich da schon zu tief im Thema).

Akt 3: Eiche vs. Walnuss (Das visuelle Chaos)

Wir hatten also die Technik: Stirnholz, massiv, geölt.
Jetzt das Material. Wir bauten Prototypen aus Eiche. Ich legte es in meine Küche. Und wurde nervös.
Eiche als Stirnholz sieht aus wie ein verpixeltes Computerspiel aus den 80ern. Zu unruhig. Zu „laut“.
Dann nahmen wir Walnuss. Besser. Aber immer noch chaotisch. Mal helles Holz (Splint), mal dunkles Holz (Kern). Es sah aus wie ein Flickenteppich.

Markus rief unser Labor an: „Leute, wir nehmen Walnuss. Aber NUR das dunkle Herzholz. Ich will Ruhe. Ich will Zen.“
Am anderen Ende der Leitung war es kurz still.
„Chef“, sagten sie, „weißt du, wie aufwendig es ist, jedes einzelne Holzklötzchen farblich zu sortieren, damit das Muster harmonisch wirkt?“
„Ja“, sagte Markus. „Macht es trotzdem.“

Das Finale: Der Tomaten-Härtetest

Drei Monate lang wurde Alexanders Küche zum Testlabor.

  • Morgens: Zwiebeln. (Riecht das Brett danach? Nein, dank Walnuss-Öl-Finish.)

  • Mittags: Fleisch. (Zieht Blut ein? Nein, Stirnholz ist dicht.)

  • Abends: Tomaten. Viele Tomaten. (Wird das Messer stumpf? Nein.)

Meine Familie fragte vorsichtig, ob wir auch mal etwas essen könnten, das man nicht schneiden muss. Suppe vielleicht? Aber ich war im Tunnel.

Das Ergebnis: Daizen

Nach endlosen Tests, hunderten zerteilten Steaks und einem leicht traumatisierten Produktionsteam ist es da: Das Daizen.

  • Südamerikanische Walnuss: Aber nur die schönen, dunklen Stücke. Handverlesen für optische Ruhe.

  • Massives Stirnholz: Eure Messer werden es euch danken.

  • Naturgeölt: Keine Chemie, kein Lack, pure Natur.

Es ist schwer. Es ist massiv. Es ist hygienisch. Es ist wunderschön.
Es ist das Brett, das wir in unserer Küche haben wollten. Und weil wir so pingelig waren, müsst ihr es jetzt nicht mehr sein.

Viel Spaß beim Schneiden (und Tomaten essen)!

Euer Markus und Alexander

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