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Artikel: Welche Topfgrößen braucht man?

Welche Topfgrößen braucht man?
bester Kochtopf

Welche Topfgrößen braucht man?

Ein Kochtopf mit 24 Zentimetern Durchmesser fasst 5,7 Liter. Oder 6,2. Oder 6,8. Oder 10. Alle vier Zahlen stammen von Herstellern, alle vier stehen neben derselben Größenangabe. Der Hersteller AMC führt sogar sieben verschiedene Töpfe mit 24 cm, vom 2,5-Liter-Modell bis zum 8-Liter-Modell (Quelle: AMC: Alle Töpfe). Wer vor dem Regal steht und wissen will, welche Größe er braucht, bekommt also keine Antwort, sondern eine Auswahl an Widersprüchen. Die Frage, welche Topfgrößen man wirklich braucht, beginnt deshalb mit einer anderen: warum dieselbe Zahl vier verschiedene Töpfe meinen kann.

Unser Kurzfazit: Drei Töpfe decken den Alltag der meisten Haushalte ab: ein kleiner mit 16 cm für Saucen und Beilagen, ein mittlerer mit 20 cm für den täglichen Gebrauch und ein großer mit 24 cm für Nudeln, Suppen und Eintöpfe. Genau so ist unser Set aus drei Töpfen aufgebaut.

Wichtiger als die Anzahl ist aber, dass du zwei Dinge über die Literangabe weißt: Sie hängt nicht am Durchmesser, sondern an der Höhe. Und sie beschreibt fast nie die Menge, die du tatsächlich hineinfüllen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Größen reichen für die meisten Haushalte: 16, 20 und 24 cm.
  • Der Durchmesser sagt nichts über das Volumen. Zwei Töpfe mit identischen 24 cm können 6,5 oder 10 Liter fassen.
  • Gemessen wird der obere Innendurchmesser, nicht der Boden, auf dem der Topf steht.
  • In unseren Töpfen bleiben rund 2,5 cm bis zum Rand frei. Das ist der Unterschied zwischen Nennvolumen und nutzbarer Menge.
  • Für die Kochzone zählt der Bodendurchmesser, und bei Induktion gelten andere Regeln als bei Ceran.
  • Welche Topfgrößen man braucht, hängt weniger am Haushalt als an der Bauhöhe der Töpfe.
  • Die Teilezahl eines Sets sagt nichts über die Zahl der Töpfe. In einem geprüften 10-teiligen Markenset stecken drei.

Welche Topfgrößen braucht man? Die Liter-Tabelle

Die schnelle Antwort zuerst. Die Spanne in der zweiten Spalte fasst zusammen, was Hersteller für die jeweilige Größe angeben, inklusive Gastronomie-Bauformen und flacher Spezialserien. Sie ist bewusst breit: Bei 24 cm reicht sie von den 2,5 Litern eines flachen AMC-Modells bis zu den 10 Litern eines hohen Gastrotopfs. Die dritte Spalte ist unsere Rechnung: das Nennvolumen abzüglich der rund 2,5 cm, die in der Praxis frei bleiben. Wie wir darauf kommen, steht weiter unten.

Größe und Menge

Ø innen Angabe Markt nutzbar ca. Portionen
16 cm 1,9–3,0 L 1,4–2,5 L 2–5
20 cm 3,7–6,0 L 2,9–5,2 L 5–10
24 cm 2,5–10 L 1,4–8,9 L 2–17
28 cm 10–16 L 8,5–14,5 L 17–29

Die Portionsangabe rechnet mit 500 Millilitern Eintopf oder Suppe pro Person. Das ist die Menge, die die Verbraucherzentrale für Suppe oder Eintopf als Hauptgericht am Büfett ansetzt (Quelle: Verbraucherzentrale: Rest(e)los genießen, Stand 11/2016). Das ist eine rechnerische Obergrenze, kein Kochvorschlag: Niemand füllt einen Topf bis zur letzten Markierung, und für Nudeln gilt eine ganz andere Rechnung.

Auffällig ist vor allem die Breite der Spannen. Bei 24 cm liegt zwischen dem kleinsten und dem größten Wert der Faktor vier. Das ist kein Messfehler.

Warum der Durchmesser das Volumen nicht verrät

Der sauberste Beleg kommt vom Gastronomie-Ausstatter Contacto, weil dort beide Bauformen nebeneinander in einer Tabelle stehen. Artikel 2201/240 hat einen Innendurchmesser von 24 cm, ist außen 25 cm hoch und fasst 10 Liter (Quelle: Contacto: Kochtopf hoch). Artikel 2107/240 hat ebenfalls 24 cm, ist aber nur 16 cm hoch und fasst 6,5 Liter (Quelle: Contacto: Kochtopf niedrig). Gleiche Firma, gleiche Nennweite, anderthalbfaches Volumen.

Dasselbe passiert innerhalb einer Haushaltsmarke. Der WMF Quality One mit 24 cm fasst 6,8 Liter bei einer Höhe von 144,70 mm (Quelle: WMF: Quality One Kochtopf 24 cm), der WMF Comfort Line mit denselben 24 cm nur 5,7 Liter bei 135 mm (Quelle: WMF: Comfort Line Kochtopf 24 cm). Ein Zentimeter Höhe, ein Liter Unterschied.

Der Grund ist Schulmathematik. Ein Kochtopf ist ein Zylinder, sein Volumen ist die Grundfläche mal die Höhe: V = π · r² · h. Der Radius geht quadratisch ein, die Höhe linear. Bei allen 24er-Töpfen ist der Radius aber gleich, also entscheidet allein die Höhe. Für den WMF Quality One heißt das: 3,14 · 12 cm · 12 cm · 14,47 cm ergibt 6.543 Kubikzentimeter, also 6,55 Liter.

Angegeben sind 6,8 Liter. Die Rechnung liegt damit vier Prozent daneben. Beim 20er derselben Serie sind es 3,76 gerechnete gegen 3,8 angegebene Liter, beim 16er 1,90 gegen 1,9, also null Abweichung (Quellen: WMF 20 cm, WMF 16 cm). Beim Zwilling Pro mit 24 cm und 14,20 cm Höhe ergibt die Rechnung 6,42 Liter gegen angegebene 6,20 (Quelle: Zwilling: Pro Kochtopf 24 cm).

Daraus lässt sich etwas ableiten, das keiner der Hersteller ausdrücklich schreibt. Bei vier der fünf Töpfe von WMF und Zwilling, deren Volumen wir aus der Höhe nachgerechnet haben, liegt die Literangabe zwischen null und vier Prozent neben dem randvollen Zylindervolumen. Sie beschreibt also ungefähr einen Topf, der bis zur Oberkante gefüllt ist. Ausnahmslos gilt das nicht: Der WMF Comfort Line liegt mit 5,7 Litern rund sieben Prozent unter seinen gerechneten 6,11, die beiden Contacto-Gastrotöpfe zehn bis zwölf Prozent unter ihrer Rechnung. Wer wissen will, was in seinen Topf passt, rechnet deshalb besser selbst nach, als sich auf eine einheitliche Messkonvention zu verlassen, denn die gibt es nicht.

Für dich heißt das zweierlei. Erstens kannst du jede Herstellerangabe selbst prüfen, wenn du Durchmesser und Höhe kennst. Zweitens: Miss an der richtigen Stelle. Der angegebene Durchmesser ist der obere Innendurchmesser, nicht das Außenmaß über den Rand. Contacto beschriftet seine Tabellenspalte ausdrücklich mit „∅ innen“ und führt den Bodendurchmesser getrennt daneben. Wie weit die beiden auseinanderliegen, zeigt der Zwilling Pro mit 24,00 cm oben und 23,80 cm am Boden. Beim Rösle Expertiso sind es 24 cm oben und 22,5 cm unten (Quelle: Rösle: Kochtopf Expertiso 24 cm). Diese Differenz wird gleich noch wichtig.

Warum in einen 6-Liter-Topf keine 6 Liter passen

Ein randvoller Topf ist ein theoretischer Topf. Sobald Wasser kocht, braucht es Platz nach oben, und bei Nudeln oder Milch reicht ein Fingerbreit nicht aus.

Wie viel Platz das ist, lässt sich an unseren eigenen Töpfen zeigen, weil wir Höhe und nutzbares Volumen beides angeben. Der Kochtopf mit 24 cm ist 13,5 cm hoch, sein Nutzvolumen ist mit 5 Litern ausgewiesen. Rechnerisch fasst er randvoll 6,11 Liter. Der 20-cm-Topf ist 12 cm hoch, 3 Liter nutzbar, 3,77 Liter randvoll. Die Kasserolle mit 16 cm ist 10 cm hoch, 1,5 Liter nutzbar, 2,01 Liter randvoll.

Rechnet man die Differenz in Höhe um, kommt bei allen drei Töpfen fast derselbe Wert heraus: 2,45 cm, 2,45 cm und 2,54 cm. Der Abstand zum Rand ist also eine feste Größe, keine prozentuale. Das erklärt eine Eigenart, die selten erwähnt wird: Prozentual verlierst du beim kleinen Topf viel mehr. Bei der Kasserolle sind die 2,5 cm ein Viertel des Volumens, beim 24er nur ein knappes Fünftel. Bei kleinen Töpfen geht anteilig mehr Volumen verloren. Wer knapp kalkuliert, kauft besser eine Nummer größer. Nach unserer Erfahrung ist der Daumenwert von rund zweieinhalb Zentimetern auch bei anderen Töpfen brauchbar. Belegen können wir ihn nur an unseren eigenen drei.

Eine allgemeingültige Füllregel für normale Kochtöpfe gibt es dagegen nicht. Die vielzitierte Zwei-Drittel-Regel stammt aus der Welt der Schnellkochtöpfe, wo sie verbindlich ist: „Der Schnelltopf darf maximal zu 2/3 gefüllt werden, um die Funktion nicht zu beeinträchtigen. Bei schäumenden und stark quellenden Speisen (z.B. Fleischbrühe, Hülsenfrüchte, Innereien, Kompott) darf der Topf nur zur Hälfte gefüllt werden“ (Quelle: WMF: Gebrauchsanleitung Perfect Plus). Für offene Töpfe steht diese Regel in keiner Gebrauchsanleitung, die wir geprüft haben. Eine weitere kursierende Zahl („nicht höher als drei Viertel“) bezieht sich ebenfalls auf Dampfdrucktöpfe.

Nach unten gibt es ebenfalls eine Grenze, und die ist ernster gemeint. Zwilling warnt: „Kochgeschirr sollte nicht länger leer erhitzt werden. Schnell können so (zu) hohe Temperaturen von mehreren Hundert Grad entstehen“, mit der Folge, dass der Boden dauerhaft Schaden nimmt (Quelle: Zwilling: Kochgeschirr richtig erhitzen). Ein zu großer Topf mit zu wenig Inhalt ist deshalb kein reines Komfortproblem.

Wie viele Töpfe brauchst du? Nach Haushaltsgröße

Wir halten drei Töpfe für ausreichend, solange nicht regelmäßig für mehr als vier Personen gekocht wird. Das ist unsere Einschätzung als Hersteller, keine belegte Tatsache, aber sie folgt aus den Mengen, die weiter oben in der Tabelle stehen.

Ein Haushalt für eine Person

Zwei Töpfe genügen: die Kasserolle mit 16 cm für Sauce, Ei, aufgewärmte Reste und eine Portion Reis, dazu der 20er für Nudeln, Kartoffeln und Gemüse. Der 16er ist dabei der, der nach unserer Erfahrung täglich läuft. Überleg trotzdem, ob du regelmäßig vorkochst: Wer sonntags für die halbe Woche kocht, kocht faktisch für vier und braucht den großen Topf doch.

Zwei Personen

Hier greift die Dreierkombination aus 16, 20 und 24 cm. Der 20er wird zum Alltagstopf, der 24er kommt bei Nudeln und Eintopf dazu. Nudeln sind der Grund, warum die 24 cm auch in kleinen Haushalten Sinn ergeben: Öko-Test rechnet mit „pro 100 Gramm Spaghetti knapp einen Liter Wasser“ (Quelle: Öko-Test: Nudeln kochen). Bei 500 Gramm Nudeln sind das fünf Liter Wasser. In einen 20er passt das nur, wenn er zu den hohen Bauformen gehört. Unser eigener 20er gehört nicht dazu: Er ist 12 cm hoch und mit 3 Litern nutzbarem Volumen ausgewiesen. Randvoll liegt er mit 3,77 Litern im unteren Bereich des Marktes. Bei ihm ist rechnerisch bei rund 300 Gramm Nudeln Schluss. Wer regelmäßig größere Mengen kocht, greift zum 24er oder zu einer höheren Bauform, auch wenn sie nicht von uns kommt.

Ob diese Faustregel noch stimmt, ist allerdings umstritten. Der italienische Branchenverband Unione Italiana Food hält dagegen, heute genügten „0,7 litri di acqua per ogni etto di pasta“, weil die Nudelqualität höher sei als vor 40 oder 50 Jahren und beim Kochen weniger Stärke abgegeben werde (Quelle: Unione Italiana Food via WeLovePasta). Der Verband vertritt die Pastahersteller, die Angabe ist also nicht neutral. Für die Topfwahl heißt das: Rechne mit der vorsichtigeren Zahl, dann bist du auf beiden Seiten richtig.

Familie mit Kindern

Dieselben drei Größen, aber ein zweiter mittlerer Topf lohnt sich erfahrungsgemäß, weil parallel gekocht wird: Kartoffeln und Gemüse gleichzeitig, nicht nacheinander. Wer die Portionen durchrechnen will, findet zwei brauchbare Bezugsgrößen. Die Verbraucherzentrale setzt pro Person 200 Gramm Kartoffeln und 50 Gramm rohe Nudeln als Beilage im Menü an (Quelle: Verbraucherzentrale: Rest(e)los genießen, Stand 11/2016). Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rechnet mit 60 Gramm trockenen Nudeln je Portion, „gekocht sind das ca. 120 g“, und nennt für Kartoffeln rund 250 Gramm (Quelle: DGE: Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln). Die beiden Zahlen widersprechen sich nicht: Die DGE beschreibt eine Nährstoffportion, die Verbraucherzentrale eine Planungsmenge fürs Kochen.

Wer regelmäßig groß kocht

Ab 28 cm wird es Spezialbedarf: einkochen, Fond ansetzen, für zehn Personen kochen. Fissler gibt für den 28er der Original-Profi Collection 10 Liter an (Quelle: Fissler: Töpfe), Gastro-Bauformen liegen darüber. Wir führen diese Größe nicht. Sie ist ein Zusatzkauf für einen bestimmten Zweck und kein Argument dafür, gleich ein größeres Set zu nehmen.

Was in großen Sets liegenbleibt

Ein 10-teiliges Set klingt nach zehn Töpfen. Es sind keine zehn. Im Diadem Plus von WMF stecken laut Hersteller: „1 Kochtopf (16 cm/2 L) mit Deckel, 1 Kochtopf (20 cm/3,7 L) mit Deckel, 1 Kochtopf (24 cm/6,5 L) mit Deckel, 1 Stielkasserolle (16 cm), 1 Pfanne (18 cm), 1 Pfanne (28 cm), 1 Kochmesser (24 cm), 1 Zubereitungsmesser (20,5 cm), 1 Schere, 1 Schneidebrett (32 x 20 cm)“ (Quelle: WMF: Diadem Plus 10-teilig).

Zähl nach: drei Kochtöpfe und eine Stielkasserolle. Vier der zehn Teile sind überhaupt kein Kochgeschirr, sondern zwei Messer, eine Schere und ein Schneidebrett. Die drei Deckel zählen bei diesem Hersteller nicht als eigene Teile.

Das ist kein Vorwurf an ein einzelnes Produkt, und über die Qualität dieser Teile sagt es nichts. Es sagt nur, dass die Teilezahl nichts darüber verrät, wie viele Töpfe du bekommst. Vergleiche deshalb Töpfe mit Töpfen und schau dir an, wie viele Größen wirklich verschiedene Aufgaben abdecken: Der Sprung von 16 auf 20 auf 24 cm steigert das nutzbare Volumen jeweils deutlich, zwei fast gleich große Töpfe tun das nicht. Welches Material und welcher Bodenaufbau den Unterschied machen, steht in unserem Antworten-Katalog zum Kauf eines Kochtopfs.

Muss der Topf so groß sein wie die Herdplatte?

Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, denn die verbreitete Antwort stimmt nur für einen Teil der Küchen.

Für Strahlungskochfelder, also klassische Ceranfelder, ist sie richtig. Die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) nennt eine enge Toleranz: „Der eingesetzte Topf sollte deshalb max. 5 mm kleiner bzw. 10 mm größer als die beheizte Kochzone sein“ (Quelle: HEA: Kochfelder, Anwendung). Steht ein zu großer Topf darauf, „dauert das Ankochen auf dem Kochfeld sehr lange, da der überstehende Topfboden auf einer unbeheizten Stelle aufsteht, nur durch Wärmeleitung Hitze aufnimmt und diese an die unbeheizte Fläche des Kochfeldes wieder abgibt“ (Quelle: HEA: Kochfelder, Anwendung). Ist er zu klein, „erhitzt sich auch die Fläche um den Topf herum und möglicherweise werden die Griffe sehr warm“ (Quelle: AEG: Welche Topfgröße ist passend?).

Auf Induktion gilt das so nicht. Dort entsteht die Wärme nicht in der Platte, sondern im Topfboden selbst, und deshalb schreibt dieselbe Fachgemeinschaft: „Der Durchmesser des Geschirrbodens kann etwas kleiner als die Kochzone sein, da die Wärme im Geschirr entsteht. Die Leistungsaufnahme wird dadurch nicht beeinträchtigt und es entstehen keine Verluste durch nicht genutzte Heizflächen“ (Quelle: HEA: Elektrokochstellen, Aufbau und Funktion). Der Ratschlag, ein zu kleiner Topf verschwende Energie, ist also ein Ceran-Ratschlag. Wer ihn ungeprüft auf Induktion überträgt, gibt einen Rat weiter, der dort nicht gilt.

Eine Untergrenze hat allerdings auch Induktion, und zwar aus einem anderen Grund: „Zur Vermeidung ungewollten Erhitzens anderer magnetisierbarer Gegenstände wie z.B. Besteck muss das Kochgeschirr eine Mindestgröße haben. Ist das Kochgeschirr für eine Kochzone zu klein, wird es nicht erkannt und auf dem Bedienfeld wird eine Fehlermeldung angezeigt“ (Quelle: HEA: Elektrokochstellen, Aufbau und Funktion). Welche Mindestgröße das ist, steht in der Anleitung deines Kochfelds, eine herstellerübergreifende Zahl gibt es nicht. Nach oben verhalten sich beide Systeme gleich: Der überstehende Boden „wird lediglich indirekt durch die Wärmeleitung des Topfmaterials erwärmt. Speisen werden ungleichmäßig erhitzt“ (Quelle: AEG: Welche Topfgröße ist passend?).

Ein Detail wird dabei fast immer übersehen. AEG stellt ausdrücklich klar: „Diese Angaben beziehen sich auf den Durchmesser des Bodens!“ (Quelle: AEG: Welche Topfgröße ist passend?) Die Zahl auf dem Topf ist aber der obere Rand. Ein 24-cm-Topf hat je nach Modell einen Boden von 23,8 oder 22,5 cm. Auf eine 22-cm-Kochzone passt nach der HEA-Toleranz nur der kleinere: 22,5 cm sind fünf Millimeter Überstand, 23,8 cm schon achtzehn. Was auf Induktion sonst noch zählt, steht in unserem Beitrag dazu, ob 3-ply und Induktion zusammenpassen.

Die einzige Energiezahl, für die wir eine benannte Messgrundlage gefunden haben, betrifft nicht die Topfgröße, sondern den Deckel: „Kochen mit Deckel spart bis zu 25 % Energie“, gestützt auf Untersuchungen zur Energieeffizienz von BSH Hausgeräte aus dem Jahr 2013 (Quelle: HEA). Mehr dazu steht in unseren fünf Tipps zum Energiesparen beim Kochen.

Vergleichstabelle

Wofür welche Größe

Ø innen typisch für bei uns
16 cm Sauce, Beilage ja
20 cm Alltagstopf ja
24 cm Nudeln, Eintopf ja
28 cm Einkochen, Fond nein

Die Zuordnung ist bewusst grob gehalten, weil sie am Volumen hängt und das je nach Bauhöhe schwankt. Ein flacher 24er kann weniger fassen als ein hoher 20er. Noch ein Grund, im Zweifel auf die Literangabe zu schauen statt auf den Durchmesser.

Kaufberatung: Welche Kombination passt zu wem?

Du kochst allein und selten für Gäste. Kasserolle 16 cm plus Topf 20 cm. Der große Topf kommt später dazu, wenn du merkst, dass du regelmäßig vorkochst.

Ihr seid zu zweit. Die klassische Dreierkombination 16, 20 und 24 cm. Das ist der Fall, für den unser Set gebaut ist.

Familie mit Kindern. Dieselben drei Größen, dazu ein zweiter 20er fürs parallele Kochen. Wir halten den zweiten mittleren Topf für den lohnenderen Zukauf als einen 28er.

Du hast schon zwei brauchbare Töpfe. Dann kauf kein Set, sondern das fehlende Teil. Ein Set lohnt sich bei kompletter Neuausstattung, sonst ergänzt du gezielt. Alle Einzelgrößen stehen in unserer Übersicht aller Kochtöpfe.

Ein praktisches Detail: Unsere Töpfe haben eine Literskala im Inneren, wie einige andere Modelle auch. Weil Nennvolumen und nutzbare Menge auseinanderfallen, siehst du damit, wie viel wirklich drin ist, statt es zu schätzen.

FAQ

Wie viel Liter fasst ein Topf mit 24 cm Durchmesser? Je nach Bauhöhe zwischen 2,5 und 10 Litern. Die Zahl hängt nicht am Durchmesser, sondern an der Höhe: Contacto führt bei identischen 24 cm ein außen 16 cm hohes Modell mit 6,5 Litern und ein außen 25 cm hohes mit 10 Litern. Nachrechnen kannst du es mit V = π · r² · h.

Wie viel Liter fasst ein Topf mit 20 cm Durchmesser? Marktüblich sind 3,7 bis 6,0 Liter, wieder abhängig von der Höhe. Unser 20er ist 12 cm hoch, fasst randvoll gerechnet 3,77 Liter und ist mit 3 Litern Nutzvolumen ausgewiesen.

Wie viele Töpfe braucht man wirklich? Für die meisten Haushalte drei: 16, 20 und 24 cm. Ein vierter lohnt sich, wenn regelmäßig parallel gekocht wird, dann als zweiter mittlerer Topf und nicht als größerer.

Wie messe ich meinen Topf richtig? Am oberen Innenrand, nicht außen über die Kante. Die Höhe misst du innen bis zur Oberkante. Der Bodendurchmesser ist ein anderer Wert und liegt darunter, je nach Modell zwischen zwei Millimetern und eineinhalb Zentimetern. Für die Kochzone zählt dieser Wert, nicht die Zahl auf dem Topf.

Wie hoch darf ich einen Topf füllen? Als Faustregel: rund 2,5 cm bis zum Rand frei lassen. Das ist der Abstand, mit dem auch wir das Nutzvolumen unserer Töpfe angeben. Bei stark schäumenden Speisen wie Milch, Nudeln oder Hülsenfrüchten lieber mehr.

Welche Topfgröße brauche ich für Nudeln? Für vier Portionen reicht ein 20er rechnerisch: Rund 240 Gramm trockene Nudeln brauchen nach der Ein-Liter-Regel etwa 2,4 Liter Wasser. In unserem 20er ist bei rund 300 Gramm Schluss, in hohen 20ern bei etwa einem halben Kilo. Für mehr ist der 24er dran.

Muss der Topf so groß sein wie die Herdplatte? Auf Ceranfeldern ja, dort sollte der Boden die Zone bis auf wenige Millimeter treffen. Auf Induktion darf der Boden etwas kleiner sein, ohne dass Energie verloren geht. Er muss nur groß genug sein, damit das Feld ihn erkennt.

Lohnt sich ein Set oder kaufe ich einzeln? Ein Set lohnt sich, wenn du komplett neu ausstattest. Hast du schon brauchbare Töpfe, kauf gezielt die fehlende Größe. Achte bei Sets darauf, wie viele der gezählten Teile tatsächlich Töpfe sind.

Was ist der Unterschied zwischen Kasserolle und Kochtopf? Die Begriffe sind nicht genormt, und die Bauhöhen überschneiden sich: Der WMF-Kochtopf mit 16 cm ist mit 9,5 cm sogar niedriger als unsere Kasserolle mit 10 cm (Quelle: WMF: Quality One Kochtopf 16 cm). Wie weit die Bauformen bei gleicher Nennweite auseinandergehen, zeigt Contacto: Der hohe 16er fasst 3 Liter, der niedrige nur 2 (Quellen: Contacto: Kochtopf hoch, Contacto: Kochtopf niedrig). Entscheidend ist nicht der Name, sondern das Volumen. Unsere Kasserolle fasst 1,5 Liter nutzbar, gedacht für Saucen, Beilagen und kleine Mengen.

Fazit

Die Frage nach der richtigen Topfgröße hat zwei Antworten, und die zweite ist die wichtigere. Die erste lautet: Drei Töpfe mit 16, 20 und 24 cm decken den Alltag der meisten Haushalte ab. Die zweite lautet: Lass dich von der Zentimeterangabe nicht in die Irre führen. Sie beschreibt den oberen Innendurchmesser und sagt für sich genommen nichts über das Volumen, weil die Höhe darüber entscheidet. Bei 24 cm reicht die Spanne von 2,5 bis 10 Litern.

Wenn du beim nächsten Topfkauf zwei Zahlen vergleichst statt einer, hast du schon gewonnen: Durchmesser und Liter. Und zieh vom Nennvolumen die obersten 2,5 cm ab, dann weißt du, was wirklich hineinpasst. Bevor der neue Topf zum ersten Mal auf den Herd kommt, lohnt ein Blick in unsere Pflegetipps für den Premium-Kochtopf.

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